Schwerer Verkehrsunfall auf der Wittbräucker Straße
Bild: Feuerwehr Herdecke
Die Feuerwehr Herdecke wurde am Dienstagabend zu einem schweren Unfall auf der Wittbräucker Straße alarmiert. Drei Pkw kollidierten aus ungeklärter Ursache, wobei sich die Unfallstelle über 300 Meter erstreckte.
Ein zufällig anwesender Feuerwehrmann und Notarzt begann vor Eintreffen der Einsatzkräfte mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und lieferte ein Lagebild. Die Einsatzkräfte trafen fünf Minuten später ein. Fünf Personen wurden verletzt, jedoch war niemand eingeklemmt, sodass keine technische Rettung nötig war.
Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte aufgeteilt. Zwei Löschfahrzeuge übernahmen Sicherungsarbeiten, Betreuung der Beteiligten sowie das Abstreuen ausgelaufener Betriebsstoffe und den Brandschutz. Ein weiteres Fahrzeug sicherte die Unfallstelle, während eine Drohne nach möglichen weiteren Betroffenen suchte. Die Umgebung wurde ebenfalls durchkämmt.
Die Feuerwehr richtete einen Abschnitt für „Medizinische Rettung“ ein, der bis zum Eintreffen des organisatorischen Leiters Rettungsdienst von einer geschulten Führungskraft geleitet wurde. Rettungsmittel wurden platzsparend in Schrägparkposition angeordnet. Nahe der Unfallstelle wurde ein zentraler Bereich für Sichtung, Erstversorgung und Koordination der Verletzten eingerichtet. Auch der leitende Notarzt des Ennepe-Ruhr-Kreises war vor Ort. Dank zügiger Sichtung und Versorgung der Patienten war keine Hochstufung auf „Massenanfall von Verletzten (MANV)“ erforderlich.
Fünf leicht verletzte Personen im Alter von 21 bis 66 Jahren wurden zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus nach Witten gebracht. Der Unfall verursachte große Sachschäden, darunter ein zerstörter Telekom-Verteilerkasten und eine schwer beschädigte Mauer. Zwei Räder eines Fahrzeugs wurden durch die Aufprallwucht abgerissen und lagen verteilt auf Parkplatz und Fahrbahn.
Die Feuerwehr Herdecke löste Gesamtalarm aus und mobilisierte zwei Löschzüge. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden. Vor Ort waren vier Rettungswagen aus Herdecke, Wetter und Witten, ein Notarzt, der leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie ein Führungsassistent. Zudem kümmerte sich der stellvertretende Pressesprecher um die Medienbetreuung.
Auch die Feuerwehr Wetter (Ruhr), Löschzug Alt Wetter, wurde zur Unterstützung alarmiert. Die Zusammenarbeit verlief reibungslos. Kräfte der Feuerwehren Wetter und Herdecke sicherten währenddessen den Grundschutz für das Stadtgebiet Herdecke.
Angesichts des Schadensausmaßes lobte der Einsatzleiter das Glück, dass es nur zu leichten Verletzungen kam.
Quelle: presseportal.de